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Tag für Tag zehn Tonnen Straßendreck
Auf Nienburgs Straßen hat der Frühjahrsputz begonnen / Überstunden für Kehrmaschinen
Nienburg. Auf Nienburgs Straßen hat der Frühjahrsputz begonnen. Die große und die kleine Kehrmaschine und das Fahrzeug für die Gullyreinigung sind im Dauereinsatz. Bauhof-Chefin Cornelia Riedewald geht davon aus, dass es noch zwei bis zweieinhalb Wochen dauern wird, bis die Straßen der Stadt wieder blitzeblank sind.
Horrorgeschichten von Städten, die zusätzliche Kehrmaschinen leihen müssen, um zu verhindern, dass das im Winter verwendete Granulat massenhaft die Gullys verstopft, treffen auf Nienburg nicht zu. „Das liegt auch daran, dass wir kein Granulat, sondern ein Gemisch aus Sand und Salz verwendet haben,“ berichtet Cornelia Riedewald.
Überstunden sind für die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs dennoch an der Tagesordnung. War man bis vor kurzem noch quasi rund um die Uhr damit beschäftigt, Eis und Schnee zuleibe zu rücken, gilt es jetzt, die Spuren des Winters zu beseitigen. Hans-Jürgen Heizig, Friedhelm Lohmeyer, Karl-Heinz Wehrse und Henning Poppe rücken zwar Tag für Tag wie gewohnt vom Betriebsgelände an der Rudolf-Diesel-Straße aus, um die Straßen zu kehren und die Gullys zu reinigen, zurück sind sie zurzeit aber nicht selten erst nach zehn, zwölf Stunden. Im Einsatz ist eine große Kehrmaschine für die Straßen, eine kleine für die Wanderwege und Parkbuchten und ein Fahrzeug für die Reinigung der Gullys.
Wie viel Mehrarbeit zu leisten ist, wird auch an den Mengen deutlich, die die Kehrmaschinen in diesen Tagen von den Straßen auflesen.
„Gerade hat der Kollege mit der großen Kehrmaschine, der in der Alp- heide unterwegs war, zehn Tonnen Dreck auf der Deponie abgeladen, üblich sind sonst fünf Tonnen pro Tour“, so die Bauhof-Leiterin am Donnerstagnachmittag im Gespräch mit der Harke am Sonntag.
Mit Ausnahme der Anwohnerstraßen, in denen das nicht gewünscht ist, oder der Straßen, die kein Hochbord haben, wird in jeder Straße in Nienburg alle zwei Wochen die Gosse reinigt. „Für Restarbeiten halten wir uns den Montag frei. Das ist sozusagen unser Waschtag,“ so Cornelia Riedewald.
Die Reinigung der Gullys dauert dagegen nicht nur während des Frühjahrsputzes länger. Überstunden sind auch im Herbst angesagt, wenn das Laub von den Bäumen kommt oder nach einem Sturm mehr Äste in den Auffangbehältern der Gullys liegen, sind Überstunden angesagt.
vom 07.03.2010 | Ausgabe-Nr. 10
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