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Galgenfrist für Nienburgs Sauna?
Verwaltung erarbeitet zurzeit ein Konzept, das einen Betrieb auf Sparflamme ermöglichen soll
Nienburg. „Für die städtische Sauna im Nienburger Hallenbad hat quasi das letzte Stündlein geschlagen. Am morgigen Montag ist der erste Tag der letzten Saison, voraussichtlich Mitte Mai 2010 ist endgültig Schluss.“ Das berichtete die Harke am Sonntag in ihrer Ausgabe am 27. September vergangenen Jahres. Mittlerweile besteht jedoch wieder Hoffnung. Sollte die Politik mitspielen, wird der Sauna eine Art Galgenfrist eingeräumt.
Wie Ehler Meyer, im Rathaus der Stadt auch für den Bereich Hallenbad und Sauna zuständig, im Gespräch mit der Harke am Sonntag berichtet, erarbeitet die Verwaltung zurzeit ein Konzept, das aufzeigen soll, wie ein Betrieb der Sauna mit möglichst wenig städtischen Mitteln aussehen könnte.
Dieser neuen Überlegung liegt zum einen die Tatsache zu Grunde, dass den Sauna-Gängern mittelfristig keine Alternative in Aussicht gestellt werden kann. Ehler Meyer: „Das Projekt Ganzjahresbad ist zwar noch aktuell, ist aber wegen der Wirtschaftskrise vorerst in den Hintergrund gerückt.“ Zum anderen ist nach dem HamS-Bericht im September der „harte Kern“ der Saunagänger im Rathaus vorstellig geworden, um seine ehrenamtliche Unterstützung anzubieten.
Ursprünglich sollte diese Saison auch deswegen definitiv die letzte sein, weil für die beiden langjährigen Saunawartinnen Angelika Hindahl und Sigrid Kunkel im Mai die Phase der Altersteilzeit beginnt.
Defizitär ist die Sauna schon seit Jahren. „Zählte man in guten Zeiten 7000 bis 8000 Besucherinnen und Besucher pro Saison, waren es 2008 noch ganze 3175“, so Ehler Meyer bereits im September gegenüber der HamS . Ein Grund sei der demografische Wandel. Etliche Dauergäste könnten wegen ihres Alters oder wegen Krankheit nicht mehr kommen. „Hinzu kommt, dass die Sauna alles andere als zeitgemäß ist und auch deshalb die jüngeren Gäste abschreckt. Sie hat nun mal den Charme der 70-er Jahre, daran lässt sich einfach nicht viel ändern,“ gab Meyer schon damals zu bedenken.
vom 07.02.2010 | Ausgabe-Nr. 6
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